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Pflegegrade und Personalfindung

Sozialdemokraten informierten sich im Erich-Wandel-Zentrum

Zum 1. Januar 2017 ist in Deutschland das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten. Die wohl markanteste Änderung ist die Umstellung von bisher drei Pflegestufen in nun fünf Pflegegrade. Diese gesetzliche Modifikation war eines der Themen am Dienstag, 28. März, im Erich-Wandel-Zentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO), als eine 15 Personen umfassende Delegation aus dem Lippstädter SPD-Ortsverein im Zuge seiner Quartierbegegnung im Nordosten der Kernstadt die Senioreneinrichtung in der Juchaczstraße besuchte. Dazu wurden die Sozis von der neuen Heimleiterin in der AWO-Einrichtung, Magda Sölch-Potrykus, empfangen. Die 55jährige Schmerleckerin, Kind einer polnischen Mutter und eines griechischen Vaters, arbeitet erst seit dem 1. Februar 2017 in dem 1966 eröffneten Seniorenzentrum.

Pflegestärkungsgesetz II und Personalgewinnung:Das waren zwei Themen, die von der neuen Leiterin im Erich-Wandel-Zentrum, Magda Sölch-Potrykus (links) beim Treffen mit den Sozialdemokraten angesprochen wurden. Mit im Bild die Ratsfrau Christine Goussis (Mitte) und die ehemalige Leiterin der AWO-Einrichtung in der Juchaczstraße, Magret Schulte Steinberg. Foto: Karl-Heinz Tiemann

Neuerungen

Die anstelle der Pflegestufen getretenen Pflegegrade sollen es ermöglichen, Art und Umfang der Leistungen der Pflegeversicherung unabhängig von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen auf die jeweiligen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse abzustimmen. Die Pflegegrade orientieren sich an der Schwere der Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person. Der Pflegegrad wird mit der Unterstützung eines pflegefachlich begründeten Begutachtungsinstruments ermittelt.

Probleme

Darüber hinaus griff Magda Sölch-Potrykus, die dritte Nachfolgerin von Margret Schulte Steinberg, damals noch besser bekannt als Margret Geßling, in der nach dem einstigen AWO-Kreisgeschäftsführer und SPD-Ratsherrn Erich Wandel benannten Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, auch das Problem auf, ausreichend Personal für die Pflege zu finden. Im Inland sei dies kaum noch möglich. Deshalb gebe es verstärkt Initiativen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland zu gewinnen. In den 60er Jahren kamen viele Kräfte aus Korea, in den 90er Jahren aus Polen. Nun kommen die Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem südeuropäischen Raum, vornehmlich aus Rumänien und Bulgarien. Fachlich seien diese Pflegerinnen und Pfleger gut ausgebildet, Probleme bereiteten jedoch die nicht ausreichenden Sprachkenntnisse, die man durch Deutschkurse ausgleichen würde

Hans Zaremba

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