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Walter Neumann verstorben

Kreisgärtnermeister, Kommunalpolitiker und Schützenoberst

„Lange bevor es überhaupt eine politische Gruppierung gleichen Namens gab, hatte sich Walter Neumann schon als Grüner verstanden und dadurch nachhaltige Verdienste für den Erhalt und die Ausweitung des Stadtgrüns in Lippstadt erworben.“ Mit dieser Charakterisierung hebt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba das „grüne Engagement“ des vormaligen roten Ratsherrn hervor, der am Dienstag im Alter von 83 Jahren und nur zwei Wochen nach dem Tod seiner Ehefrau Irmgard Neumann verstorben ist, und erinnert mit diesem Artikel an das Wirken seines langjährigen Ratskollegen aus dem Lippstädter Norden.

Ein Roter mit viel Engagement für das Grüne in Lippstadt:Der frühere Ratsherr Walter Neumann, der am Dienstag im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Archiv-Foto: SPD-Ortsverein Lippstadt

Von Jakob Koenen gewonnen

Es war der legendäre Lippstädter Bürgermeister Jakob Koenen, der vor fünfzig Jahren nach der Heinrichsflut den Inhaber einer Gärtnerei an der Barbarossastraße für die Sozialdemokratie und die Stadtpolitik gewinnen konnte. Für den späteren Stadtverordneten Walter Neumann war die Pflege des Lippstädter Stadtbildes konstant die Richtschnur seines beharrlichen kommunalpolitischen Wirkens. Bereits nach seinem ersten Einzug in Stadtrat am 24. Mai 1971 wurde er als Mitglied in den für das städtische Grün zuständigen Ausschuss berufen. Dass gerade das Grüne in Lippstadt den Schwerpunkt seiner über 30jährigen Ratsarbeit gebildet hat, verdeutlicht schon ein Blick auf den Lebenslauf des am 28. Mai 1932 in Lippstadt geborenen Mannes. Als ausgebildeter und selbstständiger Gärtnermeister war es für ihn folgerichtig, sich auch in der Lokalpolitik speziell für diesen Bereich einzusetzen. Daraus resultierte auch seine fünfzehnjährige Vorsitzendenschaft des damaligen Garten- und Friedhofsausschusses, durch die er effektvoll die Initiativen für das Stadtgrün in der größten Stadt im Kreisgebiet steuern konnte. Parallel zur Kommunalpolitik bestimmten ebenso die grün gekleideten Mitglieder des Nördlichen Schützenbundes seine Interessen und ehrenamtlichen Aktivitäten. Die Begeisterung und das Mittun für die Schützenbrüder im Norden führten obendrein dazu, sie 1953 als ihr König zu repräsentieren sowie von 1977 bis 1987 die Aufgaben als Oberst und Vorsitzender des 1949 gegründeten Vereins wahrzunehmen.

Auszeichnungen für sein Engagement

Zudem verstand er sich stets als Sachwalter des heimischen Handwerks, wozu auch seine Mitgliedschaft .im Verwaltungsrat und einstigen Kreditausschuss der Sparkasse in Lippstadt zählten. Darüber hinaus war es für ihn von großer Bedeutung, sich zugleich mit viel Hingabe für seinen Berufsstand einzusetzen. Die Ämter und Aufgaben, die der Lippstädter in all den Jahren ausgefüllt hat, sind immens. Die Skala reicht vom Kreisgärtnermeister, über die Funktion des Vorsitzenden der Kreisvereinigung des Erwerbgartenbaus und die Mitwirkung im Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer für die gärtnerischen Berufe bis zum Vertrauensmann der Gartenbaugenossenschaft und Alters- und Krankenkasse für den Gartenbau. Für diesen stark von sozialen Aspekten bestimmten Beitrag für die Kolleginnen und Kollegen des Gärtnereiberufes wurde er 1987 mit der silbernen und 1999 mit der goldenen Ehrennadel des Landschaftsverbandes Garten in Westfalen-Lippe ausgezeichnet. Anerkannt wurden seine Leistungen für das Gemeinwesen ebenso mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (1989), der Großen Sparkassen-Medaille (1999), der Willy-Brandt-Medaille (2001), dem Ehrenbrief der Sozialdemokratie (2002) und dem Ehrenring der Stadt Lippstadt (2002).

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