Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Rote Lippe Rose intern 11/2014

Parteigeschichte

Charly Brülle wurde 65

Urgestein der Sozialdemokratie und Politiker aus Leidenschaft

Man kann ihn uneingeschränkt als einen Politiker aus Leidenschaft charakterisieren, was sein 45jähriges politisches Engagement offenbart. Am Donnerstag, 23. Oktober, vollendete Karl-Heinz Brülle, ein Urgestein der Sozialdemokraten, sein 65. Lebensjahr.

Sozialdemokrat

Wenige Wochen nach der ersten Bundestagswahl wurde Charly Brülle, wie er seit seiner Kindheit gerufen wird, in Lippstadt geboren, besuchte hier die Volksschule und das Ostendorfgymnasium, wo er 1969 sein Abitur ablegte. Sein Pädagogikstudium absolvierte er in Münster, das ihn bereits 1975 an die Pestalozzischule führte und von der er sich nach ihrem jetzt erfolgten Umzug in die Wilhelmschule im Januar 2015 als Pensionär verabschieden wird. Schon als Pennäler wurde sein politisches Interesse geweckt und der SPD-Eintritt im Jahr der Wahl von Willy Brandt zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler war die Konsequenz. Durch seinen frühen Aufstieg in die Gremien der Sozis an der Lippe lernte er mit den Jahren unzählige Wegegefährten kennen, so auch den 1974 verstorbenen Bürgermeister Jakob Koenen, dessen Wirken ihn ebenso geprägt hat, wie die Arbeit des einstigen Bundestagsabgeordneten Engelbert Sander (+ 2004) und des früheren Ersten Bevollmächtigen der Industriegewerkschaft Metall, Werner Franke (+ 2006) sowie des langjährigen SPD-Parteisekretärs Werner Roß (+ 2011). Parallel mit dem Werdegang zum Lehrer gestaltete sich auch sein Aufstieg in der SPD. Vom Jungsozialisten in der Stadt und im Kreis zum Vorsitzenden des Ortsvereins (1973 bis 1979) und des Stadtverbandes (1974 bis 1976) bis in den Vorstand des SPD-Unterbezirks Soest (1975 bis 1987, ab 1981 als stellvertretender Vorsitzender). Geschätzt ist bis heute sein breites Wissen über die Politik in Lippstadt, über den Kreis, das Land und den Bund bis zur europäischen Ebene. Ebenso gerne greifen seine Parteifreunde auch auf seine gründlichen Kenntnisse über die Sozialdemokratie und ihre Strukturen zurück. Eine Fülle von Papieren für die SPD-Programme der verschiedenen Gliederungen (Stadt, Kreis, Bezirk und Land) stammen aus seiner Feder. Wesentlich hat er auch die Ausrichtung der sozialdemokratischen Stadtpolitik in seiner Geburtsstadt ab der kommunalen Gebietsneuordnung im Jahr 1975 gestaltet.

Profitierte von der Popularität des Ministerpräsidenten Johannes Rau.Karl-Heinz Brülle (links) zog im Mai 1985 völlig überraschend in den Landtag von Nordrhein-Westfalen ein. Mit dem daamligen Regierungschef warb der Lippstädter Sozialdemokrat auf diesem aus dem Jahr 1990 stammenden Bild im heimischen Wahlkreis erfolgreich um seine Wiederwahl in das Düsseldorfer Landesparlament.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Gib den ersten Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Letzte Aktualisierungen: