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Attraktiver Landstrich mit interessanten Angeboten

Sozialdemokaten auf Tour in der Heimat

Mit Blick auf das Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zum „Tourismus in der Region“ am heutigen Mittwochabend um 18.00 Uhr im Kasino inspizierte am Wochenende eine 20 Personen große Gruppe von Sozialdemokraten aus Liesborn und Wadersloh sowie Lippstadt mit ihren Fahrrädern das heimische Umfeld. Der Route der fünfeinhalb Stunden umfassenden Tour der Sozis unter Leitung des Lippstädter SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hans Zaremba führte vom Bürgerbrunnen in Lippstadt entlang der Lippe in die Wiesen der Klostermersch von Hellinghausen und Benninghausen über Eickelborn und Liesborn bis in das in „Ost-Cappel“ gelegene Lokal „Zur Schleuse“.

Gruppenbild mit zwei Damen im Museum von Liesborn:Von links nach rechts Bernd Marx, SPD-Fraktionsvorsitzender in Wadersloh, Konrad Schlieper, Wadersloher Vizebürgermeister, Margarete Klein, Museumsführerin, Hans Zaremba, Lippstädter SPD-Ortsvereinsvorsitzender, Jan Smyczek, Liesborner SPD-Chef, und Ute Strathaus, Touristik-Fachfrau der Lippstädter SPD. Foto: Nils Duscha

Wechselbeziehungen

Den breitesten Rahmen der SPD-Exkursion über die gut ausgebauten Radwege und durch den attraktiven Landstrich an den Grenzen der Kreise Warendorf und Soest nahm der Halt im Museum Abtei Liesborn ein, wo auch Wadersloher Sozialdemokraten mit dem Vize-Bürgermeister Konrad Schlieper sowie den Vorsitzenden der SPD-Ortsvereine Liesborn, Jan Smyczek, und Wadersloh, Bernd Marx, zugegen waren. Margarete Klein, eine in Liesedorf lebende pensionierte Lehrerin des Evangelischen Gymnasiums in Lippstadt und somit mit den Wechselbeziehungen der Gemarkungen auf beiden Seiten der Glenne bestens vertraut, verstand es in einprägsamer Form, den mit ihren Treteseln angereisten Ankömmlingen die Eigenarten und die Geschichte der 1966 mit nur zwei Räumen als Heimathaus gegründeten Institution für Kunst und Kulturgeschichte näherzubringen. Die engagierte Pädagogin hob hervor, dass sich die Galerie in den Gemäuern des um 800 ursprünglich als Damenstift entstandenen Klosters inzwischen mit seinen 3.000 Quadratmetern an Ausstellungsfläche zu einem der bedeutendsten Museen des Münsterlandes entwickelt habe und das größte im Kreis Warendorf sei. So werden inzwischen jährlich um die acht Sonderausstellungen präsentiert, derzeit gleich zwei („Der Kreis Warendorf im Ersten Weltkrieg“ und „Porzellan der münsterschen Manufaktur August Roloff zwischen Bauhaus und Art Deco“), und ebenso finden im historischen Festsaal seit dem Jahr 1972 in den Monaten Mai und Juni die überregional bekannten Liesborner Museumskonzerte statt. Darüber hinaus richtet das Abteimuseum jeweils im Sommer einen Handwerkstag aus, an dem alte Techniken in der Praxis erlebt werden können.

Modellcharakter

Überdies charakterisierte die Ex-Lehrerin das Liesborner Kreismuseum „als offenes und vielfältiges Haus“, wo nicht wie beim Stadtmuseum in Lippstadt eine Schelle betätigt werden müsse, um die Schwellen der Kultureinrichtung überschreiten zu können. Beindruckt zeigten sich die Gäste aus Lippstadt über die Kruzifixsammlung in der nur sechs Kilometer von ihrer Heimatstadt entfernten Abtei Liesborn, zu der Werke von so namhaften Künstlern wie Francis Bacon, Joseph Beuys, Marc Chagall und Salvador Dali gehören und die, so die Museumsführerin Klein, in Rang und Umfang einmalig sei. Aber auch andere Beiträge, wie „Fritz Winter und die abstrakte Malerei“ und „Augustin Wibbelt und plattdeutsche Geschichte und Dönekes“ stießen auf ein großes Interesse bei den sozialdemokratischen Besucherinnen und Besucher. „Vieles, was hier erfahren haben, kann durchaus für uns ein Modell sein“, meinte der Lippstädter Ratsherr Hans Zaremba vor dem Hintergrund der gegenwärtig in der Lippe-Kommune geführten Debatte über die Fortentwicklung der kulturellen Offerten und die damit verbundene Verstärkung der touristischen Angebote in der größten Stadt im Kreis Soest.

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