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Von der Pflege bis zum Stadtbild

Das SPD-Treffen zum ‚Fisch nach Karneval‘ – protokolliert von Hans Zaremba

Für den Ausbau der „trägerunabhängigen Pflegeberatung“ sprach sich beim Politischen Aschermittwoch des Lippstädter SPD-Ortsvereins der Landratskandidat der SPD, Christian Klespe, aus. Derzeit unterhält der Kreis Soest, der nach dem Landespflegegesetz Nordrhein-Westfalen für die Sicherstellung der pflegerischen Angebotsstruktur zuständig ist, lediglich in Geseke, Lippstadt, Soest, Warstein und Werl die nach den rechtlichen Vorgaben notwendigen Beratungsstellen.

Gruppenbild beim Politischen Aschermittwoch der SPD:Von links nach rechts mit Dr. Claudia Griebel, Hans-Joachim Kayser, Albrecht Gubalke, Christian Klespe, Marlies Stotz, Hans Zaremba und Hans-Joachim Kühler.

Landesentwicklungsplan

Mit Blick auf eine schnelle Erreichbarkeit für die Hilfesuchenden ist das gegenwärtige Angebot nach Auffassung des freiberuflichen Rechtsanwalts mit Kanzlei in Soest und ehrenamtlichen Ratsherrn aus Möhnesee „für eine optimale Versorgung auf dem Land zu wenig“, da die Anlaufpunkte in den fünf kreisangehörigen Kommunen bis auf Geseke auch für die jeweils benachbarten Gemeinden zuständig sind. Kritisch sah Klespe in der von Vorstandsmitgliedern des Lippstädter SPD-Ortsvereins, Dr. Claudia Griebel und Hans-Joachim Kühler, beim SPD-Treffen zum „Fisch nach Karneval“ durchgeführten Interviewrunde das mit der Vorlage des Entwurfes des Landesentwicklungsplanes (LEP) präsentierte Ansinnen, wonach in kleineren Dörfern mit weniger als 2000 Einwohner keine Neubaugebiete mehr entstehen und weniger neue Industriegebiete erschlossen werden sollen. Er gehe jedoch davon aus, dass nach dem Auswertungsprozess der unterdessen abgegebenen Stellungnahmen der neue LEP wohl anders aussehen wird als der momentan diskutierte Vorschlag.

Mehr Beratung in der Pflege erforderlich:SPD-Landratskandidat Christian Klespe (Mitte) im Gespräch mit Claudia Griebel und Hans-Joachim Kühler

Sportentwicklung

Argwohn bereitet der Landtagsabgeordneten und Bürgermeisterkandidatin der SPD, Marlies Stotz, die auch in Lippstadt zunehmende Filialisierung des Einzelhandels. Dieser Tendenz der immer größeren Gleichförmigkeit der Innenstädte möchte sie in ihrer Geburtsstadt durch einen stärkeren Dialog mit den Eigentümern der Geschäftsimmobilien und Unterstützung der Ladenbesitzer bei der Bewältigung des bürokratischen Aufwandes, der ihnen durch gesetzliche Regelungen und kommunale Satzungen abverlangt werde, entgegenwirken. „In diesen Prozess ist auch die städtische Wirtschaftsförderung einbeziehen“, betonte die Sozialdemokratin. Zudem wünscht sie sich in Anlehnung an die Lippstädter Kulturentwicklungsplanung auch für den Sport eine ähnliche Konzeption. „Wir haben in unserer Stadt eine lebendige Sportszene, die wir konsequent weiter ausbauen müssen“, unterstrich die Landes- und Kommunalpolitikerin ihren Appell vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Demographie. Lob spendete die SPD-Stadtverbandsvorsitzende dem Lippstädter Netzwerk für Frieden und Solidarität, die Lebenssituation für Flüchtlinge und Asylbewerber zu verbessern. Manche Irritationen, die in der Hospitalstraße entstanden seien, wären nach ihrer Ansicht womöglich durch eine frühzeitigere Einbeziehung der in der Nachbarschaft des Asylwohnheimes lebenden Bürgerinnen und Bürger zu verhindern gewesen und hätten sicherlich zur größeren Akzeptanz des jetzt vom Stadtrat beschlossenen Weges beigetragen.

Besorgt über die zunehmende Filialisierung in der Innenstadt:SPD-Bürgermeisterbewerberin Marlies Stotz will einen stärkeren Dialog mit den Ladenbesitzern.

Alleinstellungsmerkmal

Der Lippstädter Architekt Albrecht Gubalke, der sich im Februar mit seinem „Alternativen Stadtspaziergang“ kritisch mit einigen Aspekten der Stadtbildpflege befasste, will das Alleinstellungsmerkmal der Lippstädter Pfade als historische und wichtige Wegeverbindungen für Fußgänger und Radler gesichert wissen. Dazu gehöre für ihn auch ein einheitlicher Wegebelag. Überdies trat der SPD-Bewerber dafür ein, „die Querungen der Pfade von der Marktstraße, Rathausstraße, Poststraße, Fleischhauerstraße, Spielplatzstraße bis zur Blumenstraße zu verbessern, um ein durchgängiges Erlebnismerkmal wieder herzustellen“. Das jetzt zur Verabschiedung anstehende Mobilitätskonzept könnte nach seiner Vorstellung für dieses Vorhaben durchaus einen wichtigen Beitrag leisten.

Lippstädter Pfade als historische und wichtige Wegeverbindungen sichern:Dies ist eine der Überlegungen von Albrecht Gubalke zum Lippstädter Stadtbild. Fotos (4) Nils Duscha.

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