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Neue Methoden im Wahlkampf

Sozialdemokraten gehen andere Wege

Straßenwahlkampf der Parteien in Lippstadt war bislang überwiegend die Präsentation mit Informationsständen in der Fußgängerzone und mit ähnlichen Mitteln in den Wohnquartieren der Kernstadt und ländlichen Stadtteilen. Doch die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD hat sich für den Bundestagswahlkampf 2013 einige in Lippstadt in dieser Form noch nicht ausprobierte Methoden einfallen lassen.

Ein Hingucker in der Marktstraße:Eine Pyramide aus Kartons, die Wahlbotschaften der SPD für die Bundestagswahl verkünden.

Verduzte Autofahrer

Mit großen fetten Filzschreibern von eigener Hand erstellten DIN-A-Plakaten hatten sich nach Beendigung der Sommerferien die AfA-Mitglieder Michael Althoff, Oliver Bertelt, Edmund Goldstein und Friedhelm Gutte auf den Bürgersteigen an den in die Innenstadt führenden Straßen postiert und für die Forderungen der SPD zum Mindestlohn und einer Mietpreisbremse geworben. Mancher Pkw-Insasse war schon recht verdutzt, als er plötzlich mit einer derartigen Anpreisung konfrontiert wurde. Unterdessen haben die AfA-Genossen diese Aktion ausgeweitet und mit Arndt Albrecht Gubalke als vierten Mitstreiter für ihre ungewöhnliche Vorgehensweise im Bundestagswahlkampf ein weiteres Instrument eingesetzt. Diesmal waren es fünf „herrenlose“ Pappkartons mit einer Werbebotschaft für den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich („Papa, wer ist eigentlich Wolfgang?“), die sie in der Marktstraße aufgestapelt hatten. Erstaunlich viele Bürgerinnen und Bürger blieben stehen, um zu erfahren, ob der Wolfgang auch die damit verbundenen Aussagen (Abschaffung von Gebühren für die Kindertagesstätten) durchsetzen kann.

Die Schöpfer der Pyramide in der Marktstraße:Von links nach rechts Albrecht Gubalke, Michael Althoff und Edmund Goldstein.

Kreative Ideen

Die kreativen Ideen waren aus einem Kommunikationstraining entstanden, das die AfA-Männer vor einigen Wochen besucht hatten. „Wir wollten mal im Wahlkampf andere Wege gehen“, erklärt der AfA-Vorsitzende Edmund Goldstein die von ihm und seinen Parteifreunden durchgeführte Vorgehensweise. Inzwischen haben sie ihren Aktionsradius ausgeweitet und mit ihren außergewöhnlichen Wahlkampf-Praktiken auch etliche Kunden vor einigen Einkaufsmärkten im Stadtgebiet verblüfft. Es bleibt abzuwarten, mit welchen zusätzlichen Einfällen die findigen Sozialdemokraten an der Lippe noch bis zur Eröffnung der Abstimmungslokale am Sonntag, 22. September, die Lippstädter Wählerinnen und Wähler überraschen werden.

Hans Zaremba

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