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Kleine Wohnungen ein Problem

SPD-Sommertour endete im Christophorushaus

Als ein großes Problem für das Sozialwerk St. Georg stellt sich in Lippstadt das nicht ausreichende und bezahlbare Angebot von kleineren Wohnungen dar, in denen Klienten des Christophorushauses ein neues selbstständiges Leben führen können. Für die Sozialdemokraten, so ihr Ortsvereinsvorsitzender Hans Zaremba, ist das von der Leiterin der Lippstädter Einrichtung des Sozialwerks St. Georg, Gabriele Schach, am Dienstag, 27. August, beim Besuch im Rahmen der SPD-Sommertour geschilderte Thema ein „wichtiger Punkt“, der in der kommenden Sitzung des städtischen Jugendhilfe- und Sozialausschusses am Mittwoch, 18. September, besprochen werden muss, wenn sich dieses Gremium mit dem Thema Wohnen in Lippstadt befassen wird.

Lob für das vorbildliche Engagement:Dies erhielt das Team des Christophorushauses mit seiner Leiterin Gabriele Schach beim Besuch der SPD vom Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich. Foto: Hans Zaremba

Tradition

Derzeit verfügt der Träger des Christophorushauses, das Sozialwerk St. Georg, landesweit über rund 60 Einrichtungen und um 25 ambulante Anlaufstellen. In Lippstadt, wo das Christophorushaus im nächsten Jahr auf 40 Jahre seines Bestehens zurückblicken und das von ihm im Gewerbegebiet am Mondschein errichtete Tagwerk mit seinen tagesstrukturierenden Programmen sein 15jähriges Jubiläum begehen kann, unterhält die Sozialeinrichtung momentan Wohnmöglichkeiten in der Kernstadt (Siechenkamp und Südstraße) sowie in den Stadtteilen Cappel (Mecklenburgische Straße) und Lipperbruch (Freiberger Straße). Aber es waren nicht nur Fragen des Wohnens, die beim Treffen der Sozialdemokraten im Christophorushaus erörtert wurden, wozu sich mit der Einrichtungsleiterin Gabriele Schach auch Fachleiterin Rita Austerhoff und Heinz Gerling, den Sozialdemokraten auch aus seiner früheren Tätigkeit als Ratsmitglied und Ortsvereinskassierer bekannt, eingefunden hatten und den Fragestellern aus der SPD (mit dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich) kompetent Rede und Antwort standen.

Gruppenbild im begrünten Hof des Christophorushauses: Von links nach rechts Rita Austerhoff, Hans Zaremba, Gabriele Schach, Francisco Casado Perez, Heinz Gerling, Wolfgang Hellmich, Josef Niehaus, Jochen Kühler, Heinfried Heitmann, Gabriele Oelze-Krähling und Petra Zacharias. Foto: Nils Duscha

Prinzipien

Das Angebot des Christophorushauses, deren Leitmotiv von den Prinzipien „Gemeinsam. Anders. Stark.“ bestimmt wird, richtet sich an erwachsene Menschen ab 18 Jahre, die infolge einer psychischen Erkrankung oder Behinderung vorübergehend oder dauerhaft mit einer selbstständigen oder ambulant betreuten Lebensführung überfordert sind. Die Aufgaben der Lippstädter Institution des in Gelsenkirchen beheimateten und dezentral formierten Dienstleistungsunternehmens sind nach dem Sozialgesetzbuch Maßnahmen der Eingliederungshilfe, um eine drohende Behinderung zu verhüten, deren mögliche Folgen zu beseitigen oder zu mildern und vor allem behinderte Menschen wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Qualität des Lebens:So nennnt das Sozialwerk St. Georg sein neues Konzept, worüber sich die Sozialdemokraten im Christophorushaus informierten. Foto: Hans Zaremba

Anerkennung

Dazu stellten die Damen Gabriele Schach und Rita Austerhoff sowie ihr Kollege Heinz Gerling den Gästen aus der SPD auch das neue Konzept „Qualität des Lebens“ vor, deren wesentliche Elemente die persönliche Entfaltung/Entwicklung, Selbstbestimmung, zwischenmenschliche Beziehungen, soziale Inklusion, Rechte sowie emotionales, physisches und materiales Wohlbefinden sind. Mit der 1999 eröffneten Tagesstätte „Tagwerk am Mondschein“ habe man seine seit den 1970er Jahren in Lippstadt wahrgenommenen Aktivitäten erheblich erweitern können. Die Tagesstätte wird von Klienten aller Altersstufen besucht, so auch von vielen jüngeren, die unter anderem die Angebote um wieder neu in Ausbildungs- und Arbeitsbereiche eingegliedert zu werden. Davon konnte auch der SPD-Bundespolitiker Wolfgang Hellmich nach einer Stippvisite im „Tagwerk“ berichten und der viele lobende Worte für das „vorbildliche Engagement“ des Sozialwerks St. Georg fand.

Auch Fragen der Finanzierung der sozialen Dienstleistungen waren ein Thema:Dazu bedarf es nach der Bundestagswahl weiterer und nachhaltiger Gespräche. Foto: Hans Zaremba

Finanzierung

Wo Vertreter von Sozialeinrichtungen auf Politiker treffen, geht es auch häufig um eine auskömmliche Finanzierung der erbrachten Leistungen. So auch im Christophorushaus. Dabei wurde deutlich, dass auch das Sozialwerk St. Georg und mit ihm auch die Lippstädter Einrichtung unter der in manchen Fällen doch langwierigen Bearbeitung von Anträgen auf Kostenübernahme durch den Landschaftsverband als Träger der überörtlichen Sozialhilfe „leide.“. Ebenso müsse grundsätzlich untersucht werden, ob die gegenwärtige Finanzausstattung infolge der tariflichen Erhöhungen der letzten Jahre für die freien sozialen Träger noch ausreichend sei.

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