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Auskünfte zur Demographie

Anfrage der SPD für den Jugend- und Sozialausschuss

Während in etlichen Städten und Gemeinden der demographische Wandel schon zu Schließungen von Kindertagesstätten, Schulen und anderen kommunalen Einrichtungen geführt hat, stehen gegenwärtig in Lippstadt derart gravierende Maßnahmen noch nicht auf Tagesordnung. Doch auch die örtliche Kommunalpolitik kann die bundesweiten Veränderungen der Altersstruktur bei ihren künftigen Entscheidungen nicht ausblenden, wie dies Mitte der Woche der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Kayser und der sozialpolitische Sprecher der SPD, Hans Zaremba, zu einer Anfrage ihrer Fraktion für die kommende Sitzung des Jugendhilfe- und Sozialausschusses am Mittwoch, 19. September, herausstellten.

Akteure einer Debatte zum demographischen Wandel im Frühjahr 2012 in Lippstadt:Von links nach rechts Robert Kirchner-Quehl (Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn), Ex-Vizekanzler Franz Müntefering (Berlin), Moderator Wolfgang Hellmich (Bad Sassendorf) und Stadtverordneter Hans Zaremba (Lippstadt).

Werkstattbericht

Die Sozialdemokraten wollen mit ihrer Initiative von Bürgermeister Christoph Sommer erfahren, in welcher Form die Arbeit des vor einiger Zeit bei der Stadt Lippstadt für das Aufgabenfeld des Demographiebeauftragten tätigen Beamten Ulrich Hillebrand fortgeführt wird. Überdies bitten Kayser und Zaremba mit ihrem Schreiben an den Chef der Verwaltung um Informationen zum Sachstand der Vorbereitung der dritten Auflage des Werkstattberichtes der Stadt Lippstadt mit den Komplexen „Daten-Demographie-Einrichtungen“. Bereits 1998 hatte der damalige Fachbereich Jugend und Soziales die erste Ausgabe der Erhebung von Daten zur Sozial- und Jugendhilfeplanung vorgelegt und 2005 und einen zweiten Bericht mit den Prognosedaten bis 2010, einem Datenvergleich 1998 bis 2004 sowie Erklärungen zur Infrastruktur der in Lippstadt bestehenden Tageseinrichtungen für Kinder präsentiert.

Bündelung

„Für unsere Entscheidungen über die Tagespolitik hinaus ist es unerlässlich, dass diese Arbeit in der Stadtverwaltung kontinuierlich fortgesetzt wird“, betonte SPD-Fraktionschef Kayser mit Blick auf die Herausforderungen an die Kommunalpolitik bis zum Ende dieses Jahrzehnts. Insbesondere die augenblickliche Umgestaltung in der Schullandschaft in Lippstadt habe offenbart, wie wichtig es sei, frühzeitig über belastbare Daten zu verfügen. Überdies wünschen die Sozialdemokraten eine stärkere Bündelung der momentan bei der Stadtverwaltung in den Fachbereichen 5 (Familie, Schule und Soziales) und 6 (Stadtentwicklung und Bauen) begleiteten Schritte des demographischen Prozesses an der Lippe. „Aus den unseren Erfahrungen, die wir im Zuge von eigenen Veranstaltungen in Lippstadt und durch die Teilnahme an externen Tagungen gewonnen haben, halten wir eine enge Koordination aller Entscheidungen des auch bei uns kaum zu stoppenden Bevölkerungsrückganges für notwendig“, meinte SPD-Ratsherr Zaremba.

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