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Kein alltägliches Modell

Familienzentrum des SkF fand viel Beifall bei der SPD

Mit dem Familienzentrum am Stadtwald nahmen die Sozialdemokraten aus dem Lippstädter Ortsverein bei ihrer jüngsten Quartierbegegnung im Nordwesten ein nicht alltägliches Modell eines Knotenpunktes für individuelle Förderung, Beratung und Unterstützung von Familien in Augenschein. Die Besonderheit der vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) betriebenen Einrichtung besteht in der Verbindung zwischen dem Roncalli-Kindergarten und dem Bewohnerzentrum Am Rüsing, während woanders im Stadtgebiet vormalige Kindertagesstätten zu Familienzentren entwickelt wurden.

Modell für praktische Sozialarbeit:Besucher aus der SPD mit ihren Gastgeberinnen vom SkF vor dem Bewohnerzentrum Am Rüsing.

Soziale Angebote

Was sich alles hinter dem Gemisch von sozialen Angeboten für die Menschen in diesem Viertel verbirgt, erläuterten die Geschäftsführerin des SkF, Ute Stockhausen, die kommissarische Leiterin des Roncalli-Kindergarten, Elke Smeenk, und die Chefin des Bewohnerzentrums „Am Rüsing,“, Dorothee Großekathöfer, ihren sozialdemokratischen Gästen, zu denen auch die Landtagskandidatin Marlies Stotz, die stellvertretende Vorsitzende des städtischen Jugendhilfeausschusses, Gabriele Oelze-Krähling, und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba zählten. Insbesondere hob Elke Smeenk die Bandbreite der Religionen der vom SkF am Roncalliweg betreuten Kindern hervor, die vom katholischen Glauben über die evangelische Konfession bis zum islamischen Bekenntnis reichten. Ein Schwerpunkt im Kindergarten sei die Sprachförderung. Dazu gehöre auch das Vorlesen aus einem Buch, was in vielen Elternhäusern der dem SkF anvertrauten Sprösslinge kaum praktiziert werde. Als zweite Säule des für Lippstadt bislang einzigartigen Modells bezeichnete Dorothee Großekathöfer das Bewohnerzentrum Am Rüsing, wofür die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt (GWL) mit einem ehemaligen Geschäftslokal die Räumlichkeiten bereitstelle. Mit dem Einzugsbereich für die in 330 Wohnungen lebenden 1.000 Einwohner aus verschiedenen Nationen sei der frühere Laden für das Viertel mit einer der höchsten Wohndichte in Lippstadt der zentrale Anlaufpunkt. „Für das Zusammenleben übernehmen wir häufig die Rolle des Moderators“ beschrieb die SkF-Frau einen Teil der dort geleisteten Arbeit.

Beratung bei der Schulwahl

Bestandteil dieser Tätigkeit sei auch die Beratung, welche der in Lippstadt angebotenen Schulformen für die Entwicklung der Kinder aus dem zur Cappeler Gemarkungsgrenze liegenden Quartier am förderlichsten sein könnte. „Viele Familien sehen die Gesamtschule als große Chance für ihren Nachwuchs“, berichtete Sozialpädagogin aus ihrem Alltag. Lobende Worte für das Engagement des SkF, den Familien bei der Auswahl des Bildungsweges für ihre Kinder zu helfen, fand die Landes- und Kommunalpolitikerin Marlies Stotz: „Nur durch eine praktische Sozialarbeit vor Ort lässt sich die von meiner Partei erhobene Forderung, kein Kinder mehr zurück zu lassen, umsetzen.“ Als gut bewertete die auch im Jugendhilfeausschuss tätige Dorothee Großekathöfer die Kooperation mit der aufsuchenden städtischen Jugendarbeit, die sie für das Miteinander in dem von Deutschen, Italienern, Türken und Bürgern aus dem ehemaligen Jugoslawien bevölkerten Quartier für unerlässlich halte. Die meist in der Verantwortung der GWL befindlichen Wohnungen, in den noch einige „Ureinwohner“ der vor 60 Jahren errichteten Häuser lebten, würden eine ansprechende Qualität haben. „Dafür spricht auch die Tatsache, dass es gegenwärtig keinen nennenswerten Leerstand gibt“, befand Karl-Heinz Brülle, direkt gewählter Ratsherr in dem am nordwestlichen Rand der Kernstadt verankerten Sozialraum.

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