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Die Polizei gibt wertvolle Tipps zur Vorbeugung

Sicherheitstraining für die ver.di Seniorengruppe

Das Kommissariat für Kriminalitätsprävention der Kreispolizei Soest ist seit Jahren darum bemüht, ältere Mitbürger durch ein Sicherheitstraining für die unterschiedlichsten Gefahrensituationen zu sensibilisieren und ihnen Verhaltensmuster zur Konfliktvermeidung aufzuzeigen. Dazu wurde jetzt von der Polizei für die Seniorengruppe der Gewerkschaft ver.di in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein dreitägiges Sicherheitsseminar ausgerichtet. Mit dabei waren auch Mitglieder aus dem Lippstädter SPD-Ortsverein.

Demonstration zur Erhöhung der Sicherheit:Polizeihauptkommissar Walter Schulte und die ver.di-Seniorengruppe vor dem Modell einer Wohnungstür.

Sicherheit für Fenster und Türen

Polizeihauptkommissar Walter Schulte, unterstützt von zwei Kollegen, informierte die ver.di- Gewerkschaftler aus dem Raum Lippstadt, Anröchte, Erwitte und Geseke über Betrugsfälle, Trickdiebstähle bis zur Einbruchsicherung. Ein Diebstahl in den eigenen vier Wänden bedeute für jeden Betroffenen einen großen Schock. Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch psychische Folgen seien dabei oft stärker als der rein materielle Schaden. Viele Bürger und Bürgerinnen unterschätzen auch das Risiko, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden. Ein guter Schutz ist eine hilfsbereite und aufmerksame Nachbarschaft, führte der Polizeibeamte aus. Er informierte die Gewerkschaftler auch über mechanische Sicherungseinrichtungen von Fenstern und Türen. Schulte: „Die meisten Einbrüche werden in der Zeit von 16.30 bis 22.00 Uhr vorgenommen, seltener in der Nacht. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass die Wohnung oder das Haus bewohnt aussieht“.

Betrügereien und Trickdiebstähle

Überdies ging der Polizeihauptkommissar auch auf die Betrügereien und Trickdiebstähle an den Haustüren, in den Fußgängerzonen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Mit Hilfe von Rollenspielen an der Wohnungstür und im Bus wurde dargestellt, wie man sich gegen diese Betrügereien durch hinreichendes Verhalten schützen kann. Die Direktiven lauteten: „Niemals Fremde an der Haustür in die Wohnung lassen, wenn man alleine ist. Vorsicht ist auch geboten, wenn man in Fußgängerzonen oder Einkaufszentren um Wechselgeld gebeten wird.“ Oft arbeiteten mehrere Kriminelle zusammen. Eine Person lenke das Opfer ab und eine weitere entwende ihm die Geldbörse. Getestet wurde in der Veranstaltung von ver.di auch die Fähigkeit der Teilnehmer, Personen nachträglich zu beschreiben. Dabei stellte sich heraus, dass es nicht immer einfach ist, eine genaue Personenbeschreibung vorzunehmen, mit der die Polizei den Kriminellen identifizieren kann. „Doch dieses kann man im Alltag schulen“ meinte der Ordnungshüter.

Kaffeefahrten und Werbeanrufe

Auch über den „Enkeltrick“ informierte die Polizei ausführlich. „Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet“, ermahnte Schulte die Senioren. „Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen und informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtigt vorkommt.“ Weitere Themen des Treffens in der AWO-Begegnungsstätte waren noch die Kaffeefahrten mit Verkaufsshows, unerlaubte Werbeanrufe und das Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln mit randalierenden Personen. Zum Abschluss des Seminars bedankte sich die ver.di Senioren-Vorsitzende Margret Schulte Steinberg herzlich bei den Beamten für dieses sehr informative und in angenehmer Atmosphäre stattgefundene Seminar. Viele gute Ratschläge und neue Eindrücke nahmen die Gewerkschaftssenioren mit nach Hause.

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