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Uneins – aber einig?

Ausstellung über das Verhältnis von SPD und Gewerkschaften

Das Verhältnis von SPD und Gewerkschaften war nie frei von Spannungen. Im Wesentlichen wurde über die Rolle und die Bedeutung der beiden Organisationen innerhalb der Arbeiterbewegung gestritten. Klärung brachte das Mannheimer Abkommen aus dem Jahre 1906, in dem formal die Gleichberechtigung von SPD und Gewerkschaften vereinbart wurde. Über die Geschichte der nicht immer einfachen Verbindung von Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbewegung soll im April in der Thomas-Valentin-Bücherei eine Ausstellung „Uneins – aber einig?“ der Friedrich-Ebert-Stiftung erinnern.

Gewerkschaftler und Sozialdemokrat.Es war der im Sommer 2006 verstorbene Werner Franke (links), durch den die Lippstädter Sozialdemokratie eine starke gewerkschaftliche Prägung erfuhr. Wenige Wochen vor seinem Tod wurde er im Frühjahr 2006 durch den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hans Zaremba für seine 45jährige Mitgliedschaft in der SPD ausgezeichnet.

Werner Franke und Engelbert Sander

Die Entscheidung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Ausstellung „Uneins – aber einig? auch in Lippstadt zu präsentieren, korrespondiert mit der starken Verbindung, die es in Lippstadt traditionell zwischen Sozialdemokratie und gewerkschaftlicher Bewegung gegeben hat. So hat die sozialdemokratische Politik in Lippstadt von Mitte der 1950er bis in die späten 1980er Jahre durch die Ersten Bevollmächtigten der Industriegewerkschaft Metall, Werner Franke und Engelbert Sander, eine starke gewerkschaftliche Prägung erfahren. Mit der Ausstellungseröffnung und der damit verbundenen Veranstaltung sollen die Verdienste der unterdessen verstorbenen beiden Gewerkschaftler, die sie sich auch durch ihr Engagement als politische Repräsentanten der SPD erworben haben, besonders gewürdigt werden. Die von der nach dem ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD) benannten Stiftung zusammengetragene Sammlung entstand anlässlich des 100. Jahrestages des „Mannheimer Abkommens“ zur Gleichberechtigung von Sozialdemokratie und Gewerkschaften. Seit dem Jahr 2006 tourt sie durch zahlreiche Orte in Deutschland. Mit rund 30 Exponaten wird das wechselvolle Verhältnis zwischen SPD und Gewerkschaften skizziert. Gezeigt werden nicht nur der historische Konflikt, sondern auch die gemeinsamen Wurzeln sowie aktuelle Herausforderungen der Kooperation.

Guntram Schneider und Hans-Joachim Kühler

Zur Eröffnung dieser vierwöchigen Galerie hat sich für Freitag, 1. April, 18.30 Uhr, in der Kapelle der Thomas-Valentin-Bücherei hat sich unter anderem auch der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider, angesagt, der nach der Eröffnung durch das Mitglied des Lippstädter Stadtrates, Hans Zaremba, ein Grußwort sprechen wird. Zudem will der frühere Zweite Bevollmächtige der Industriegewerkschaft Metall, Hans-Joachim Kühler, an die in Lippstadt lange bestehende enge Kooperation zwischen den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie erinnern. Darüber hinaus wird Dr. Martin Gräfe von der von Friedrich-Ebert-Stiftung eine inhaltliche Einführung vornehmen. Geöffnet sein wird die Ausstellung von Samstag, 2. bis Freitag, 29. April, während der Allgemeinen Öffnungszeiten der Thomas-Valentin-Bücherei. Sie sind am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 13.00 Uhr. Am Mittwoch ist die Bibliothek geschlossen.

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