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Vom Arbeiterkinder zum Kommunalpolitiker

Hans Zaremba über Elmar Arnemann

Wenn sich die Lippstädter heute völlig zu Recht über die gelungene Unterbringung ihrer Stadtbibliothek in der ehemaligen Marienschule erfreuen und ihre Bücherei auswärtigen Besucherinnen und Besuchern mit viel Stolz präsentieren, dann ist dies auch ein Verdienst der jahrelangen und nachhaltigen Kulturpolitik der Sozialdemokraten in unserer Heimatstadt. Einer von ihnen, der sich über zwei Jahrzehnte immer wieder mit viel Vehemenz erfolgreich für einen adäquaten Aufenthaltsort der städtischen Medien eingesetzt hat, vollendet heute sein 60. Lebensjahr.

Charakteristischer Lebenslauf

Von Elmar Arnemann, am 11. März 1949 in Würzburg geboren, im Münsterland aufgewachsen und seit 1973 Bürger der Stadt Lippstadt, ist die Rede. Sein Lebenslauf ist charakteristisch für ein Arbeiterkind und viele seiner Generation während des Aufbruchs der sozialdemokratischen Bildungspolitik. Nach dem Besuch der damals achtjährigen Volksschule folgten die dreijährige Lehrausbildung zum Schriftsetzer, die Berufsaufbauschule und die Absolvierung der Wehrpflicht beim Bundesgrenzschutz. Es schloss die Fachhochschule für Druck und Tätigkeiten in Druckereien an. Aufgrund mangelnder Perspektiven in dieser Branche, pädagogischer Neigungen und bestärkt durch seine Ehefrau legte Elmar Arnemann 1976 die Begabtensonderprüfung ab, studierte Sozialwissenschaften und Katholische Religionslehre für das Lehramt. Seit über zwanzig Jahren arbeitet der Vater von zwei inzwischen erwachsenen Kindern als Lehrer an der Anne-Frank-Schule im benachbarten Gütersloh. Diese Bildungseinrichtung ist eine von zwei Gesamtschulen in der 96.000 Einwohner umfassenden ostwestfälischen Kreisstadt.

Auszeichnung. Vor einem Jahr wurde Elmar Arnemann (links) für seine 30jährige Mitgliedschaft in der SPD in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt vom Verfasser dieses Portraits geehrt.

Gewerkschaftler und Sozialdemokrat

Geprägt durch das katholische Elternhaus, die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) und seine berufliche Arbeit im Druckgewerbe wurde auch sein gewerkschaftliches Interesse geweckt, was den Schriftsetzer Elmar Arnemann in die damalige Industriegewerkschaft Druck und Papier führte. Später, als er in den Schuldienst gewechselt war, folgte sein Übertritt in die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften. Elmar Arnemann sieht sich als gläubig-kritischen Christen und reformoffenen Sozialdemokraten. Vor einem Jahr wurde er für seine 30jährige Mitgliedschaft in der Sozialdemokratie ausgezeichnet. Für seine Partei hat er bereits im Jahr 1979 Funktionen übernommen und engagierte sich viele Jahre sowohl im Vorstand der Kernstadt-Sozialdemokraten als Bildungsobmann als auch für den SPD-Stadtverband Lippstadt als stellvertretender Vorsitzender und Bildungsbeauftragter.

Initiativen und Thesen

Insbesondere ist seine Tätigkeit als Leiter des Arbeitskreises für Schule und Kultur in guter Erinnerung, woraus auch sein fortwährender Einsatz für einen angemessenen und repräsentativen Standort für die städtische Bücherei entsprang. Heute, wo dieses Domizil für die Thomas-Valentin-Bücherei in der ehemaligen Marienschule gefunden worden ist, wünscht sich Elmar Arnemann eine Verstärkung der in dieser Einrichtung angebotenen Medieneinheiten. Zudem war der Sozialdemokrat auch ein Mitbegründer des Büchereifördervereins. Ebenso stammen viele kulturpolitische Initiativen und Thesen zur Bildungspolitik der heimischen SPD aus seiner Feder. Während seiner Mitgliedschaft im Stadtrat von 1989 bis 1999 zählte er stets zu den fachkundigsten Schul- und Kulturpolitikern seiner Fraktion.

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