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Ein gut geführtes Unternehmen

Die Eindrücke eines Besuches bei der Rothen Erde

Wir haben einen umfassenden Eindruck von einem gut geführten Unternehmen und effektiv durchorganisierten Produktionsabläufen mitgenommen, beschrieb der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba den während der Sommertour 2006 der Kernstadt-Sozialdemokraten durchgeführten Besuch bei der Rothe Erde GmbH in Lippstadt. Diese Erkenntnisse gewannen die vom Betriebsratsvorsitzenden Rainer Henkel begrüßten Gäste sowohl bei dem ausführlichen Rundgang durch die Hallen der Produktionsstätten als auch bei den umfangreichen Erläuterungen durch ihre Gastgeber.

Qualität als Unternehmphilosophie

„Es sind derzeit knapp 1100 Mitarbeiter, die bei uns arbeiten“, berichtete Jörg Jahnke, der als Diplomingenieur im Lippstädter Betrieb für die Optimierung der Fertigungstechnik verantwortlich ist, den auf Initiative des stellvertretenden SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Udo Strathaus in das Unternehmen der ThyssenKrupp Technologies gekommenen Gäste. Davon würden etwa 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Angestellte geführt, während der überwiegende Teil der Beschäftigten als qualifizierte Facharbeiter einen Arbeitsplatz gefunden hätten. Dass die Qualität bei der Rothe Erde ein wesentliches Merkmal der Unternehmensphilosophie darstellt, konnten die Besucher unter anderem auch durch eine an einer Werkhalle sichtbar für jeden Beschäftigten und Gast angebrachte Losung „Qualität ist kein Zufall“ erfahren. Wie sich dies in der Praxis aussieht, wurde der Besuchergruppe bei dem 90minütigen Rundgang durch die Fabrikhallen und Werkstätten vermittelt. Dort konnten sie auch unmittelbar die Produktionsschritte der mechanischen Weiterverarbeitung der vom Rothe Erde-Werk in Dortmund nach Lippstadt gebrachten gewalzten Ringe verfolgen. Bemerkenswert war die Information des Unternehmens, dass inzwischen Lager für Windenergieanlagen einen nicht unerheblichen Teil der Fabrikation ausmache. Zudem bestimme unterdessen die Fertigstellung von Zulieferteilen für die Medizintechnik als ein weiteres großes Feld die in drei Schichten geregelten Fertigungsabläufe.

Hoher Ausbildungsgrad

Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Mitteilung der Repräsentanten des Betriebes im Lippstädter Nordwesten, dass bislang noch alle Auszubildenden nach ihrer Lehre in den Werkstätten der Rothen Erde als Facharbeiter in feste Arbeitsverhältnisse übernommen worden seien. Überhaupt werde der Ausbildung ein erheblicher Stellenwert eingeräumt. Derzeit würden insgesamt 56 junge Leute auf ihren künftigen Beruf vorbereitet. Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres würden gleich 21 neue Auszubildende aufgenommen. „Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von drei Personen“, stellte das freigestellte Betriebsratsmitglied Dieter Stenner das Engagement der Rothen Erde, möglichst viele junge Leute für das Unternehmen zu gewinnen, heraus. Bewährt habe sich auch, in der Fabrik an der Beckumer Straße die praktische Ausbildung in den Betriebshallen durch einen kontinuierlichen Werkunterricht mit einem theoretischen Teil zu begleiten. Derzeit ständen vier Ausbilder für die Förderung des Nachwuchses in der Firma bereit. „Dieser Einsatz hat sich deutlich ausgezahlt“, fügte Hans-Joachim Kühler, gleichfalls hauptamtlicher Betriebsrat, mit Blick auf die Prüfungsresultate und die Noten in der Berufsschule hinzu.

92 Prozent ist in der Gewerkschaft

Mit Stolz hoben die Betriebsräte hervor, dass 92 Prozent der Belegschaftsmitglieder in der Industriegewerkschaft organisiert seien. Dieser hohe Organisationsgrad sei auch eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Arbeitsleistungen der Mitarbeiter im Unternehmen nach wie vor tariftreu vergütet würden. Diese betreffe neben den eigentlichen Löhnen und Gehältern auch die weiteren Gratifikationen wie die Entgelte für erbrachte Überstunden sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Zufrieden zeigte sich auch Werksleiter Dr. Wilfried Spintig mit den Entwicklungsmöglichkeiten der Rothen Erde nach dem Erwerb des vormaligen Falkegeländes. „Wir können damit die dringend notwendigen Erweiterungen unseres Werkes vornehmen“, betonte der Chef des aufstrebenden Lippstädter Unternehmens.

Umfassenden Eindruck mitgenommen.Zum Erinnerungsfoto auf dem Hof der Rothen Erde formierten sich die Gastgeber des Unternehmens und die Besuchergruppe der Kernstadt-SPD. Links im Bild der Betriebsratsvorsitzender Rainer Henkel, in der Bildmitte (als sechster und siebter von links) die beiden SPD-Ratsherren Udo Strathaus und Hans Zaremba und rechts außen in der vorderen Reihe die beiden Betriebsräte Hans-Joachim Kühler und Dieter Stenner.

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