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Erdbestattungen attraktiver gestalten

Kernstadt-Sozialdemokraten inspizierten Friedhof

Die Bedingungen auf dem Hauptfriedhof bedürfen einer dringenden Verbesserung, fasste der SPD-Bürgermeisterkandidat Hans-Joachim Kayser seine Eindrücke nach einer Besichtigung der Anlagen auf der Ruhestätte an der Lipperoder Straße zusammen. Dort waren die Kernstadt-Sozialdemokraten im Zuge ihres Sommerprogramms mit „großen Aufgebot“ (neben dem Bürgermeisteraspiraten Kayser waren unter anderem auch die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Pfeffer, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba, Vizefraktionschef Martin Schulz und der SPD-Bauexperte Karl-Heinz Brülle dabei) erschienen, als sie mit fachkundiger Begleitung durch den Lippstädter Bestattungsunternehmer Hermann Peters die Gräberanlage zwischen der Rhedaer Bahn und der Bundesstraße 55 einer umfassenden Inspektion unterzogen.

Kleinigkeiten, in der Summe ärgerlich

„Es ist sind auf dem ersten Blick nur Kleinigkeiten, die stören, doch in der Summe ärgerliche Zustände“, brachte Hermann Peters gegenüber den SPD-Kommunalpolitikern seinen Verdruss über so manches Übel auf dem Friedhof zum Ausdruck. Dies beginne mit der zum Teil konfusen Beschriftung der Aufbewahrungskabinen und des Trägerraumes und höre bei den Wasseranschlüssen in den Leichenzellen auf. „Es ist schon bemerkenswert, dass sich in drei der fünf vorhandenen Kabinen noch die Baustopfen der Umbauphase befinden“, bemerkte Peters. Zudem listete er eine Reihe weiterer Missstände auf, die nach der vor zwei Jahren durchgeführten Renovierung immer noch nicht abgestellt worden seien. Dazu zähle unter anderem die nicht ordentlich angebrachte Informationstafel, weil sie angeblich durch eine neue ersetzt werden solle, was aber nach Auffassung des Bestatters überhaupt nicht erforderlich sei..

Friedhofsatzung unter die Lupe nehmen

Für den Bürgermeisterkandidaten der SPD, Hans-Joachim Kayser, sind dies Punkte, die er „auf kurzem Dienstweg“ mit den Verantwortlichen der Lippstädter Stadtverwaltung „schnellstens abstellen will“. Ebenso sprach sich der Sozialdemokrat dafür aus, nach der Bürgermeisterwahl die aktuelle Friedhofssatzung einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. „Ich habe Zweifel, ob die dortigen Regelungen noch zeitgemäß sind“, unterstrich Kayser seine Überlegungen für eine Reform des Regelwerkes für die Lippstädter Friedhöfe. Der stellvertretende Vorsitzende des städtischen Bau- und Verkehrsausschusses, Karl-Heinz Brülle, sprach sich bei der Friedhofsbegehung erneut mit Nachdruck für eine Anwendung des Arnsberger und Kölner Modells aus, „um auch in Lippstadt die Erdbestattungen attraktiver zu machen“. Die Notwendigkeit seines Vorschlages sieht Brülle auch in dem Umstand begründet, dass inzwischen die Feuerbestattungen etwa 40 Prozent ausmachen, während sie 1989 noch bei 4 bis 6 Prozent lagen. „Wir haben die Verpflichtung, jenen Angehörigen bessere Möglichkeiten zu bieten, die ihre Verstorbenen in althergebrachter Form beerdigen wollen“, betonte der SPD-Kommunalpolitiker seinen Vorschlag.

Kleinigkeiten, doch in der Summe ärgerliche Zustände.Der Lippstädter Bestattungsunternehmer Hermann Peters (vierter von rechts) zeigte einer SPD-Delegation Missstände auf dem Hauptfriedhof auf. Bürgermeisterkandidat Kayser (zweiter von rechts) will sie auf dem kurzen Dienstweg abstellen.

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