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Rote Lippe Rose intern 20.Jahrgang / Nummer Sep 05

Ortsvereinsnachrichten

Einstimmiges Votum für Hans-Joachim Kayser

Bürgermeisterkandidat der SPD war Gast bei den Kernstadt-Sozialdemokraten

Mit einem einstimmigen Votum unterstützten die Kernstadt-Sozialdemokraten in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung die Bewerbung von Hans-Joachim Kayser für die Bürgermeisterkandidatur der SPD bei den Wahlen im September diesen Jahres. Ausgestattet mit diesem Rückenwind startete der aus Overhagen stammende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion in die Stadtverbandsdelegiertenkonferenz der SPD am vergangenen Freitag, die ihn mit 40 Ja-Voten von 43 abgebenden Stimmen (Zwei Nein und eine Enthaltung) endgültig zum Bürgermeisterkandidaten der Lippstädter Sozialdemokraten gewählt hat.

Kooperativer Führungsstil

„Als ein Bürgermeister, der dafür eintreten werde, dass die Gräben zwischen den im Stadtrat vertretenen Fraktionen nicht zu tief werden“, beschrieb Hans-Joachim Kayser in der öffentlichen Versammlung der Kernstadt-SPD seine Vorstellungen für das von ihm angestrebte erste Amt in der Lippstädter Kommunalpolitik. Er wolle, falls er im Herbst gewählt werden solle, auf einen breiten Konsens im Rathaus setzen. Ebenso wie er vor seinen Zuhörern die Funktion als Vorsitzender des Rates erläuterte, skizzierte der derzeitige SPD-Fraktionsvorsitzende auch seinen Führungsstil als Chef der Stadtverwaltung, den er als kooperativ bezeichnete. „Man kann mit mir über alles reden“, hob der 57jährige gelernte und studierte Kaufmann in der vom Ortsvereinsvorsitzenden Hans Zaremba geleiteten Zusammenkunft hervor. Mit Blick auf die bestehenden Strukturen im Stadthaus und den anderen städtischen Dienststellen und seinem dezenten Hinweis, „dass ein CDU-Parteibuch in Verwaltung in den letzten Jahrzehnten zumindest kein Hindernis bei der Bewältigung einer Karriere war“, zeigte er sich von der Loyalität der Bediensteten ihm gegenüber überzeugt. „Darum ist es mir auch relativ egal, welches Parteibuch jemand hat, ob Grün, Gelb, Rot oder Schwarz“, unterstrich Hans-Joachim Kayser seine Erwartungen in das Personal der Stadt Lippstadt.

Ansprechpartner der Bürger

„Dass die Bürgersprechstunde des Bürgermeisters eine Selbstverständlichkeit ist, brauche ich wohl nicht zu betonen“, verdeutlichte er seine Aufgabe als Ansprechpartner der Bürger. „Da meine Ambitionen allein auf Lippstadt gerichtet sind, werde ich deutlich weniger Aktivitäten außerhalb der Stadtmauern entwickeln müssen“, stellte der seit 1980 am Lippeberufskolleg tätige Sozialdemokrat heraus. Er strebe keine Führungsrollen in überörtlichen Gremien an, wodurch ihm für das Amt als Bürgermeister fühlbar mehr Zeit bleibe. „Mir kommt es weit mehr entgegen, wenn die Lippstädterinnen und Lippstädter mich da ansprechen, wo sie mit mir zusammen kommen“, erinnerte der seit 1994 als Ortsvorsteher in Overhagen äußerst erfolgreich wirkende Hans-Joachim Kayser an den Umgang von Jakob Koenen mit den Menschen seiner Stadt und erklärte: „So möchte ich werden.“

Südtangente und Kaserne Lipperbruch

Zudem legte der verheiratete Familienvater eines Sohnes auch seine grundsätzlichen Positionen zu den aktuellen kommunalpolitischen Fragen dar. Dazu zählten die Fertigstellung der Südtangente über das Uniongelände („Das muss nach meiner Überzeugung schnell gehen, denn die drei Jahre Sperrung der Unionstraße sind schon kritisch.“) und der Konversionsprozess in der Lipperbrucher Kaserne („Vorstellbar ist vieles, entscheidend wird sein, welche Hilfen Land und Bund für uns bereithalten.“). Gleichfalls sprach der seit 1994 dem Stadtrat angehörende Hans-Joachim Kayser den demographischen Wandel an, bei dem jetzt die Weichen richtig zu stellen seien, „damit wir im weiteren Prozess nicht zu den Verlierern gehören“.

Kein Verwaltungsneubau am Südertor

Mit klaren Worten sprach er sich für einen Verwaltungsanbau am Ostwall aus und erteilte allen Überlegungen für einen Neubau am Südertor eine deutlich Absage („Fünf Millionen Mehraufwand lassen sich nicht gesund rechnen.“). Eindeutig war auch das Bekenntnis des SPD-Anwärters auf das Bürgermeisteramt für den Erhalt der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWL) und die Stadtwerke GmbH und bekräftigte unmissverständlich: „Über einen Verkauf dieser beiden städtischen Töchter lasse ich mit mir nicht verhandeln“.

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